Dolo_tape_anja_schuette_physiotherapie

Die meisten Therapiemethoden hören mit dem Ende der Behandlungszeit auf. Taping ergänzt im Nachgang die Therapie des Therapeuten und bietet den Vorteil, dass der Therapeut dem Patienten ein Stück „unterstützende Therapie“ mit nach Hause geben kann. Hierzu wird qualitativ hochwertiges Tape verwendet, welches es schafft, seine gleichbleibende Qualität über mehrere Tage (5-7 Tage) und unter Belastung beizubehalten. Das Baumwollgewebe kann nur in Längsrichtung um ca. 30-40% gedehnt werden. Dies entspricht einer Eigendehnung von 130-140%. Je nach Tape Indikationverwendet man unterschiedliche Anlagetechniken.

Diese sind:

• Muskelanlagen: Sie werden angewendet bei erhöhter oder verminderter Ruhespannung der Muskulatur und bewirken eine Normalisierung des Ruhetonus, Schmerzlinderung und eine schnellere Belastbarkeit, was eine schnellere Heilung bewirkt. Muskelanlagen werden ungedehnt aufgetragen.
• Ligamentanlagen: Sie werden angewendet bei Verletzungen und Überlastungen von Sehnen und Bändern. Sie bewirken eine Entlastung, Schmerzminderung und Verbesserung der Belastbarkeit, was eine schnellere Heilung bewirkt. Ligamentanlagen werden mit maximaler Tapedehnung aufgeklebt. Lediglich die Tapeenden werden ungedehnt angelegt.
• Korrekturanlagen: Sie werden angebracht bei knöchernen Fehlstellungen und bei Verklebungen von Muskel – oder Körperfaszien. Sie bewirken eine Korrektur der knöchernen Fehlstellung und entlasten das Gelenk sowie eine Auflockerung der Muskel- und Körperfaszien und eine Schmerzminderung. Sie werden bei maximalem Zug aufgeklebt. Zur Korrektur von knöchernen Fehlstellungen wir die aufgeklebte Basis mit Hautvorschub fixiert und bewirkt damit eine Korrektur der Fehlstellung in Richtung der Basis. Bei Verklebungen von Muskel- oder Körperfaszien wird die Basis des Tapes mitgenommen und nicht fixiert, sondern durch den Zug des Tapes mitgenommen. Dies bewirkt eine Korrektur in Zugrichtung.
• Lymphanlagen: Sie werden angelegt bei Störungen des Lymphabflusses. Die Lymphanlage bewirkt das Anheben der Haut. Somit vergrößert sich der Raum zwischen Haut und subkutanem Gewebe, wodurch die Lymphflüssigkeit aus den Zwischenräumen einfacher in das Lymphsystem abfließt.

Bei welchen Beschwerden kann das Tape zum Einsatz kommen?

Das Taping kann in der Physiotherapie sehr vielseitig eingesetzt werden. Folgende Krankheiten lassen sich z.B. mit der speziellen Klebetechnik behandeln:

• Kopfschmerzen
• Migräne
• Schwindel
• Kiefergelenksbeschwerden
• Z.n. Schleudertraumata
• muskulärer Tinnitus
• Erkrankungen / Schmerzen der Schulter
• Carpaltunnel – Sydrom
• Rückenbeschwerden (Hals/- Brust/- Lende)
• Nervenschmerzen z.B. Ischiasbeschwerden
• Kniebeschwerden
• Narbenbehandlung, wenn die Narbe verschlossen ist
• Muskelbeschwerden
• Schwangerschaftsbeschwerden 3 – 9 Monat
• Lymphstauungen
• Fersensporn
• Probleme / Instabilität des Halte/- Handapparates
• Sehnenscheidenentzündungen usw.

Was müssen die Patienten beachten?

Vor der Behandlung sollte der betroffene Hautbereich gründlich gereinigt und nicht eingecremt oder eingeölt werden. Haare sollten entfernt werden. Sonst würde sich das Tape schneller lösen und müsste erneut aufgebracht werden. Grundsätzlich kann mit einem solchen auch geduscht oder geschwommen werden. Anschließend wird das Tape mit einem Handtuch oder mit einem Föhn getrocknet. Wenn die Haut unter dem Klebestreifen von Zeit zu Zeit leicht juckt, deutet das nicht zwingend auf eine Allergie hin.
Vielmehr bedeutet das in vielen Fällen, dass der Stoffwechsel der Haut angeregt wurde. Wenn es hingegen zu einer allergischen Reaktion kommt, sollte das Tape entfernt und der Physiotherapeut darüber informiert werden.

Kosten:

Wie teuer die Anwendung für den Patienten letztlich ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Unter anderem wird der Preis durch den zeitlicheren Aufwand (Befundung und Anlegen des Tapes) sowie dem verwendeten Material bestimmt. In den meisten Fällen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen, wie bei vielen anderen Anwendungen der Physiotherapie, hierfür nicht. Das bedeutet, dass der Patient die kompletten Kosten selbst tragen muss. Nähere Informationen erhalten Sie an der Anmeldung bzw. nach Rücksprache mit dem Therapeuten.

Kontraindikationen:

Bislang sind keine Nebenwirkungen bekannt. Beifolgenden Indikationen sollte man jedoch auf das Anlegen eines Tapes verzichten:

• Offene Wunden
• Noch nicht verheilte Wunden
• Pergamentarige Haut (z.B.Neurodermitis oder Psoriasis)
• BGM – Zone Kreuzbein (Genitalzone) in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft
• Bekannte Allergie gegen Acryl

  • Anmeldezeiten

    • Montag - Freitag
      02241 / 47 8 20
    • Vormittag
      9.00 - 12.00
    • Nachmttag
      15.00 - 18.00
  • Öffnungszeiten

    • Montag - Donnerstag
      8.00 - 20.00
    • Freitag
      8.00 - 18.00
    • Samstag
      9.00 - 13.00
  • Praxismerkmale

    • Parkplätze vorhanden.
    • Ebenerdiger - barrierefreier Zugang.
    • Wir führen auch Hausbesuche durch.
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